Text von Anna-Verena Hoffmann, Galeristin

Es gibt Bilder, die strahlen, auch wenn keine Spotlampe darauf zielt. Obwohl sie nur spärlich bis gar nicht beleuchtet sind, die Kraft bleibt bei ihnen. Es ist das Können des Malers, das dieses Phänomen erzeugt. Wichtig ist auch, wie die verschiedenen Farben aneinandergefügt werden. Hans Grunder, der Künstler, der seine Bilder im aktuellen Schaufenster Intermezzo bis Ende August in der Galerie Schlössli zeigt, versteht es aufs Vortrefflichste seine Berglandschaften in dieser Weise auf die Leinwand zu bringen. Beim näheren Betrachten seiner Bilder fällt auf, dass der Künstler mit kurzen Pinselstrichen arbeitet. Sie sind gezielt gesetzt, kurz und genau. Der Bildaufbau und die Farbkomposition stimmen. Der überlegte, präzise Duktus deutet an, dass der Maler das Malen liebt. Es ist so, wie beim Lesen eines fesselnden Buches, der Leser möchte den Schluss hinauszögern, damit das Lesevergnügen nicht so schnell zu Ende ist. Hier ist es die Entstehung der Bilder, die mit Liebe zum Detail ein Ganzes ergeben. Der Betrachter der Bilder von Hans Grunder spürt die Leidenschaft, die Hans Grunder in seine Malerei legt. Die überwältigende Natur der Bergwelt spielt eine grosse Rolle; sie verleiht den Bildern diese Kraft, diese Ausstrahlung, und sie gibt diese Kraft weiter an den Betrachter. Ein Besuch lohnt sich, sie werden staunen und sich erfreuen an der Kunst von Hans Grunder.

Anna-Verena Hoffmann, Galeristin